China verschärft die Internet-Zensur

Ausländische Firmenniederlassungen in China kommunizieren fast immer über eine gesicherte VPN-Verbindung mit der Zentrale am Hauptsitz. Bisher haben Chinas Behörden das toleriert. Doch das wird mehr und mehr eingeschränkt.

Bisher erlaubten die sogenannten Virtual Private Networks (VPN) Nutzer, das abgeriegelte Internet der Volksrepublik zu umgehen, indem sie statt mit einer chinesischen mit einer ausländischen Landeskennung im Netz surften, was blockierte Seiten wie Google, Skype, Facebook, Youtube, Whatsapp und co. wieder zugänglich machten. Seit 1. Februar ist es nur noch möglich via staatlich genehmigter VPN Anbieter gewisse Blockaden zu umgehen, was eine weitere staatliche Kontrolle und Zensur bedeutet. Es scheint, als wolle die chinesische Regierung die ausländischen Unternehmen aber bewusst im Unklaren lassen – keine Kanzlei, keine Beratungsfirma, keine diplomatische Vertretung weiss Genaueres.